Na toll. Die 16 Jahre nichts oder das Falsche tun, haben die AfD doch erst stark gemacht. Wenn man nichts zu sagen hat, einfach mal die Klappe halten.
“Angela Merkel zitiere ich ja am liebsten wörtlich. Ich habe noch keinen besseren Weg gefunden, um diese Frau zu beleidigen.”
- Volker Pispers
Ich fänd es mutig, wenn sie Worte finden würde, die ein wenig mehr… Konkret wären. Ich meine: wir wissen ja irgendwo, was sie impliziert, aber es ist nunmal nur eine interpretation.
Wie ich es feiern würde, wenn es einem Mund wir ihrem käme “jetzt sägt doch endlich den Friedrich ab”, oder ähnliches.
Kampf für Demokratie heißt Kampf gegen die Macht des Geldes. Solange Reiche übermäßig Einfluß haben kann man nicht von Demokratie reden.
Mutti… warum erst jetzt?
Weil es einfach ist, auf dem moralisch hohen Ross zu sitzen, wenn man nichts dafür tun muss. Muttis Politik des Aussitzens war ein wesentlicher Faktor für den Aufstieg der AfD. Darüber sollten wir mal reden.
Muttis Politik des Aussitzens war ein wesentlicher Faktor für den Aufstieg der AfD. Darüber sollten wir mal reden.
Gerne. Lass uns darüber reden bei viel Prozent die AfD stand, während Merkel noch aktiv war (10,2%), und darüber, wie gut Friedrich Merz und sein Haufen hirntoter Kulturkämpfer sie durch permanentes Nachplappern rechter Lügenmärchen halbiert hat (28%).
Merkel hat’s vergeigt, Merz hat’s verschlimmert
Nichts liegt mir ferner als anzudeuten, dass der Fotzenfritz weniger Scheiße ist als Mutti. Und wir dürfen natürlich auch den Ololol nicht vergessen.
Aber ein Teil des Gesprächs würde die Bevölkerung verunsichern.
»Ich glaube, wir müssen jetzt mal wieder, was wir viele Jahrzehnte nicht mussten, richtig für diese Demokratie kämpfen und uns einfach einsetzen und auch ein bisschen mutig sein und unser Wort stehen und sagen, das ist eine tolle Art zu leben«
So wird Merkel in dem Artikel zitiert. Uff, echt jetzt, das ist ihre Botschaft? Demokratie ist eine Daueraufgabe, die jederzeit zu jedem staatlichen Handeln dazu gehört. Insbesondere als Berufspolitiky und als ehemals hohe und langjährige Repräsentantin eines laut Verfassung demokratischen Staates ist es aus meiner Sicht angesagt zu hinterfragen, zu optimieren, zu stabilisieren. “Jetzt mal wieder” demokratisch sein reicht nicht. Verdammt.
Dann auch noch zu sagen, dass es “viele Jahrzehnte nicht” nötig gewesen sei ist aus meiner Sicht mehr als wild. Die Politik ihres Kabinetts hat mehr als einmal vom Verfassungsgericht Ansagen bekommen und selbst ohne diese gibt es mehr als genug Punkte für angemessene Kritik. Bloß “ein bisschen mutig” sein greift viel zu kurz.
Merkel bekommt überall Gehör und Reichweite, kann sich sicher sein nach wie vor Einfluss zu haben und spricht dann so wie es der noch amtierende Steinmeier “müsste”/würde. Nicht zu fassen. Grr…
Die jahrzehntelange Dauerkorruption der €DU (Ehrenwort, jüdische Vermächtnisse, Masken als einige von Unmengen von Stichwörtern zu diesem gigantischen Komplex) hat diesen Zustand doch erst so richtig befördert, und das hemmungslose Kuscheln mit rechten Narrativen und Medien (Arschloch Springer Verlag und so) und die rechtsäugige Blindheit der Sicherheitsorgane kommen auch nicht von ungefähr.
Nee, Frau Merkel, dem Führer die Hand zu lecken und dann zu behaupten, man habe es nicht mit den Nazis, funktioniert nicht, sondern destabilisiert und erodiert im Gegenteil noch mehr das Vertrauen der Bürger in das Personal ihrer Partei.
Man muss aber vielleicht auch etwas die Realität miteinbeziehen: Die CDU stellt den Bundeskanzler. Wer aus der CDU hätte bitte einen besseren Job gemacht? Ich glaube wirklich Merkel war das Beste, das die CDU zu bieten hatte und vermutlich für immer haben wird.
Ich glaube wirklich Merkel war das Beste, das die CDU zu bieten hatte und vermutlich für immer haben wird.
Was einem aber ggf. natürlich zu Denken geben sollte, warum man diese Partei je gewählt hat.
Durch ihren Schwenk nach links, um der SPD die Stimmen zu klauen, ist doch erst rechts von der CDU Platz für die AfD frei geworden.
Da die AfD keine 50% bekommt und die CDU so auf absehbare Zeit stärkste Kraft bleibt und den Kanzler stellt, kann dies alles Strategie sein.
Kampf bindet nur die linken Kräfte, wenn die Elite Medien mit rechten Botschaften finanziert. Wer nicht AfD wählt, wählt CDU.
Links würde gewinnen, wenn die AfD ein CDU Problem wird, weil sie ihre Stimmen klaut und sie rechte Themen besetzen müssen, die die Mitte verschreckt. Statt gegen AfD zu protestieren könnte man die Bevölkerung auch für linke Politik begeistern.
Durch ihren Schwenk nach links, um der SPD die Stimmen zu klauen, ist doch erst rechts von der CDU Platz für die AfD frei geworden.
Komischerweise sind immer alle Beispiele für diesen “Schwenk nach links” einfach nur eine Weiterführung bestehendes Rechts gewesen.
Dieser “Schwenk nach links” war immer schon Propaganda um das Overtone-Window zu verschieben. Merkel ist nie merklich nach links gerückt, sondern hat wirklich konservativ im eigentlichen Sinne des Wortes agiert.
Ich bin echt kein Merkel-Fan, aber die Geschichte, dass Merkel irgendwie links war muss endlich sterben.
Die weitreichenden Entscheidungen, die die CDU unter Merkel verändert haben, betreffen die Bereiche Gesundheitspolitik, Wehrpflicht, Atomausstieg, Mindestlohn und die Ehe für Alle. Die Marter der Euro- und Finanzkrisenpolitik sind dabei noch nicht mitgerechnet und auch nicht die Verwerfungen, die das Thema Flüchtlingspolitik in der Union verursacht hat.
https://www.deutschlandfunk.de/bundeskanzlerin-der-wandel-der-cdu-unter-angela-merkel-100.html
Netter Artikel, aber was hat das mit meiner Aussage zu tun?
Da steht absolut nichts über die Positionierung von Merkel auf dem links-rechts oder progressiv-konservativ Spektrums.
Die Beispiele sprechen auch nicht wirklich für sich. Der Atomausstieg bspw. Da hat man nach Fukushima kommuniziert das deutsche Atomreaktoren sicher sind, man aber das aufgrund des öffentlichen Drucks trotzdem überprüfen werde. Die Überprüfung ist dann halt größtenteils negativ ausgefallen.
Das war ja kein Projekt was sich Merkel auf die Fahne geschrieben hat, sondern man hat so lange verzögert, bis die Frage war: Schalten wir alle oder nur die meisten Reaktoren ab?
Merkel hat also (anders als gewisse Politiker heute) keine Realitätsverweigerung betrieben, sondern auf die Bremse getreten bis es nicht mehr ging - konservativ eben.
Gibt es da irgendwas Inhaltliches was ich überlesen habe?
Hält sie die Wahlen in Sachsen Anhalt für demokratisch? Wenn ja, dann wird wohl die AFD demokratisch zur stärksten Kraft und dies wäre nur ein weiterer Ausdruck unserer Demokratie.
Oder hält sie es dort nicht für demokratisch? Was würde sie dann vorschlagen? Ein Preußenschlag? Um Sachsen Anhalt vor einer illegitimen AFD Regierung zu bewahren?
Es geht denen nicht per se um Demokratie, sondern um Bügerlichkeit. Du sollst Union, SPD, gerne auch noch Grüne wählen, aber bitte halte dich in diesem Korridor auf.
Würde die Linke alleine regieren können, würde es ähnliche Apelle geben. Vielleicht würde es da nicht um “Demokratie” gehen, sondern um “unsere Wirtschaft”, aber personell wären es die quasi identischen ProtagonistInnen.
Ansonsten müsste man tatsächlich Inhalte präsentieren, statt nur mit Moralismus zu argumentieren. Aber mehr als AfD = Nazi und “Demokratie 🥺🥺🥺🥺” kommt nicht.
“politiker sagt X”










