cross-posted from: https://piefed.social/c/Frankfurt@feddit.org/p/2286266/warum-jetzt-auch-backerei-ketten-von-finanzinvestoren-ubernommen-werden-backer-eifler
Nach Arztpraxen und Kliniken gerät eine neue Branche in den Fokus von Finanzinvestoren: das Handwerk. Gerade ist eine familiengeführte Bäckereikette [Bäcker Eifler] aus Frankfurt von einer Private-Equity-Firma übernommen worden. Von Bianca von der Au.
Können wir das Private Equity Modell bitte einfach illegal machen?? Was soll der scheiß. Gott ich hasse kapitalistische Blutegel.
This article was way too positively biased towards corporate buyouts. Anyone with a brain knows they enshittify the companies long-term in exchange for short-term profits.
If our lives are getting worse in Germany, these corporations are partially why.
All business should be owner by their workers.
Ich habe den Eindruck, das passiert mit einer Menge anderer deutscher Unternehmen.
Weil kaum jemand bereit sei, die mit der Finanzierung verbundenen Risiken einzugehen, so Glasl
Sprich die Sparkassen vergeben keine Kredite, obwohl sie dafür da sind.
Das Ende der Mittelschicht ist also politisch gewollt, da die Politik die Sparkassen kontrolliert und das Problem wahrscheinlich alle Familienbetriebe betrifft.
Die Private-Equity-Firmen werden irgendwann von Konzernen aufgekauft und die Markteintrittsbarrieren erhöht.
Was tun?
Das ist doch völliger Unfug. Gerade die Sparkassen leben den öffentlichen Auftrag und unterstützen das Handwerk. Wer zieht sich denn komplett aus der Handwerks- und Kleinbetriebefinanzierung zurück? Sicher nicht die Sparkassen, trotz Regulatorik overkill.
So sollte es sein, aber wie ist der Satz dann zu verstehen?
Selber backen und das Brot per Tauschhandel zwischen Freunden, Nachbarn und Familie verteilen, bis die Großfinanz an der eigenen Gier erstickt. So mache ich das zur Zeit, da ich die Sägemehlschrippen der örtlichen Bäckerei nicht sehr schätze.
ach ne, dann dauert es jetzt noch x jahre bevor die preise um 30% gehoben werden während die qualität darunter leidet.
Ja, die
enshittifizierungverkackung davon ist dann fast sicherEinscheißifizierung
Fertig Backmischungen
Bzw. regionale Monopole. Die Ketten, gerade wenn mehrere zusammen gelegt werden, machen in manchen Gegenden ja jetzt schon 90% des Marktrs abseits der Supermärkte und Discounter aus. Gegen eine Übernahme der restlichen 10 % wird sicher auch der zahnlose Papiertiger Kartellamt nichts haben, da ja mit dem 4 Parteien-Oligopol der Supermarkt Einkaufsgemeinschaften sowas wie Konkurrenz bestehe (n könnte)…
ne, brötchen vom hofer/aldi. die sind auch gut und kosten die hälfte.
Brioche Brötchen vom Aldi. I ♥️ it.
die butter-laugen-croissants sind am besten.
Gönn Dir.
man nennt mich nicht umsonst Gönndalf
😆
Eine Handwerkskammer und eine Bäckerinnung, die es nicht schaffen in einer Großstadt mit dafür zu sorgen, dass ein Betrieb vor solchen Übernahmen geschützt wird sollte das zum Anlass nehmen sich öffentlich zu schämen und im Anschluss daran ihre Arbeitsweisen und Strukturen im Sinne ihrer Mitglieder zu überarbeiten.
werden dadurch die fürs Handwerk typischen kleinbetrieblichen Strukturen zerstört. Diese trügen wesentlich zur hohen Ausbildungsleistung und Ausbildungsqualität im Handwerk bei.Auch mit Blick auf die Versorgung im ländlichen Raum haben handwerkliche Kleinbetriebe eine wichtige Funktion
Wir als Kunden müssen wieder anfangen, uns das hinter die Ohren zu schreiben!
Finanzinvestoren haben aber auch ein Interesse daran, dass die Brötchen weiter gekauft werden. Sowohl über den Geschmack als auch den Preis entscheiden das am Ende die Kunden.
…nicht nur das. Wir entscheiden beides mit unserem Geldbeutel (bzw. unserem Apple Pay)
Systemische Probleme sind nicht mit individuellen Lösungen aus der Welt zu schaffen.
Alles, was unser Leben in der Gesellschaft besser gemacht hat, ist kollektive Leistung.
Sozialstaat, Krankenversicherung, Gewerkschaften oder Kampf gegen saurer Regen, FCKW usw. usf. sind alle nicht durch den Appell an das Individuum entstanden oder gelöst worden.
Was also tun, wenn das Kapital uns alles zerstört? Verantwortungsvoll konsumieren und die 1,30 gezielt beim richtigen Bäcker ausgeben 😅. Ja, ist klar.
dazu kommt, dass man ja oft einfach nicht weiß, wem jetzt x bäckerei gehört. also kann man nicht mal dort einkaufen wo man damit die lokale wirtschaft unterstützt, weil man nicht sieht wo das der fall ist.
Letzten Endes klappt aber auch nur, wenn der Verbraucher die Wahl hat. Im Raum Frankfurt mag das durch Konkurrenz noch gegeben sein, aber den Luxus hat nicht jede kleine Ortschaft.
Wir als Kunden müssen wieder anfangen, uns das hinter die Ohren zu schreiben!
Das muss man sich allerdings auch leisten können. Nicht jeder kann ständig massig Geld für ein Körner-Brötchen ausgeben. Dinge sind einfach so teuer geworden, dass es für viele schwierig ist nicht auf die Industrieware von Aldi auszuweichen. Abgesehen davon haben viele Bäckereichen auch keine Ehre mehr im Leib und verkaufen selbst Scheiße.
Nicht jeder kann ständig 1,30 für ein Körner-Brötchen ausgeben. Dinge sind einfach so teuer geworden
Falsch. Genau das ist nämlich die ultrakurzdenkende, falsche Einstellung, die solche Probleme verursacht und eine (vorher vielleicht noch gesunde) Wirtschaft dem dummen Kapital in den Rachen wirft 🙁
Du selber hast die Entscheidung, wo du deine 1,30 hinträgst. Du entscheidest tatsächlich. Du entscheidest auch, ob du dich von anderen manipulieren lässt, bei deiner eigenen Entscheidung, wo du deine 1,30 hinträgst. Und du hast die Auswirkung deiner Entscheidung zu verantworten.
Du selber hast die Entscheidung, wo du deine 1,30 hinträgst.
Du selbst hast Null freie Entscheidung wenn das Geld vorne und hinten nicht reicht. Du sprichst da aus einer privilegierten Perspektive.
Du sprichst da aus einer privilegierten Perspektive.
Das mag durchaus sein. Ich bin tatsächlich in der Lage, nicht nur über 1,30 sondern auch über 130 Euro frei entscheiden zu dürfen. Trotzdem würde ich mich davon nicht “reich” nennen (falls du das jetzt denkst). Ich bin aber auch fest überzeugt, dass jede 1,30 ihre Wirkung haben, und zwar immer, d.h. jedesmal, wenn sie ausgegeben werden.
freie Entscheidung wenn das Geld vorne und hinten nicht reicht.
Aber was ist mit dir? Bist du wirklich nicht über 1,30 frei, zu entscheiden?
Ich behaupte, es gibt nur wenige Menschen in unserem Land, die wirklich nicht über 1,30 frei verfügen können. Aber ich fürchte, es gibt viele, die nicht glauben, solche Freiheit zu haben.
Ich lebe selber auf Grundsicherung bei Erwerbsminderung die halt dasselbe Regelsatz wie die “neue Grundsicherung/Hartz IV 2.0” hat, mit leicht kulantere Anrechnungsregeln. Wenn ich so Minijob in soziale Arbeit nicht hätte, würde es vorne und hinten nicht langen. Ich lebte zwei Jahre lang auf Hartz 4 und du hast da nicht genug Geld um gesund zu essen. Da kostete ein Kopf Eisbergsalat soviel wie eine Packung Toast. Ich musste teils mit Reis oder Nudeln auskommen, weil Geld für anderes war nicht da.
Wenn es hart auf hart kommt, hat man nichtmal 1,30€ pro Tag für Frühstück.
Ich behaupte, es gibt nur wenige Menschen in unserem Land, die wirklich nicht über 1,30 frei verfügen können.
Das kannst Du ja mal Menschen wie denen hier erklären:
Es gehe um Grundbedürfnisse, sagt Nadine Wittkamp von der Seniorenhilfe: “Wir leben in einem sehr reichen Land und dann finde ich, sollte niemand im Alter Sorge haben müssen, dass er seine Lebensmittel am Ende des Monats nicht mehr bezahlen kann.”
Armut in Deutschland “Die Leute strampeln ohne Ende”
Wir reden von Millionen für die 1,30 für ein Brötchen Luxus ist denn vor der ökologisch wertvollen Backware kommt erst einmal die neue Waschmaschine, weil die alte seit Monaten kaputt ist und für die neue fehlt das Geld.
Falsch. Wenn ich nur 1,30€ für das ganze Frühstück habe, kann ich sie nicht für ein einzelnes Körnerbrötchen ausgeben.
Falsch. Wenn ich nur 1,30€ für das ganze Frühstück habe, kann ich sie nicht für ein einzelnes Körnerbrötchen ausgeben.
Na, dann tu’s auch nicht. Klarer Fall.
Aber ist das wirklich der Fall?
Guck mal in die Regelsatzberechnungen für Grudsicherung, du widerlicher Snob.
Wir sollten die Schuld an einem systematischen Versagen nicht bei Individuen suchen, sondern im System. Warum ließ sich die Bäckerei Kette überhaupt kaufen? Weil die Inhaber wirtschaftlichen Zwängen unterliegen. Warum eine das Private Equity Scheiß die überhaupt kaufen? Weil die da Gewinnpotential sahen und dieses ausschöpfen müssen, weil sie wirtschaftlichen Zwängen unterliegen. Warum kann sich jetzt nicht jeder immer leisten, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen? Wirst’e nicht glauben. Vielleicht zwingt uns ein profitorientiertes Wirtschaftssystem in genau die Verscheißerung (Enshittification), die wir so hassen. Über die einzelnen handelnden Personen zu meckern verkennt den Wald vor lauter Bäumen.
Als nächstes sprechen wir wieder darüber, wie Otto Normalverbraucher mit seinem CO2-Fußabdruck am Klimawandel Schuld ist.
naja, meine meinung ist dass die politik schon oft die sichtweisen der allgemeinheit abbildet. das streben nach “optimierung”, wie es heute in der wirtschaft veranlagt ist, kommt einfach aus einem allgemeinen streben der menschen nach verbesserung. wenn du von A nach B kommen möchtest, dann würdest du ja auch den kürzesten weg suchen und nicht der, der dich zwischendurch durch timbuktu laufen lässt. genau das gleiche passiert mit der wirtschaft auch. ein unternehmen entlässt 20% der mitarbeiter weil es der meinung ist, das wären nur unnötige mehrausgaben.
ich denke, dass wir uns langfristig zu tode optimieren werden. denn streng genommen ist nicht einmal unsere eigene existenz tatsächlich notwendig, oder? müssen wir denn wirklich am leben sein? oder erzeugt das nur unnötige mehrkosten? (haha). genauso denkt die wirtschaft.
ich denke einfach, wer immer nur den kürzesten weg sucht, optimiert sich irgendwann selber aus der welt hinaus. denn der kürzeste weg im leben ist der tod; das leben ist dagegen ein umweg zum tod.
wir müssen einfach von diesem gerichteten streben nach optimierung weg kommen, wenn wir uns nicht selbst aus der welt hinauskürzen wollen.
Wir sollten die Schuld an einem systematischen Versagen nicht bei Individuen suchen, sondern im System.
Und wie änderst du “ein System”? Indem du an eine Klowand schreibst, was irgendwelchen unbekannten gefälligst nicht machen sollten?
Du hast keine anderen, die du verändern kannst. Du kannst nur bei dir selbst anfangen.
Am Ende ist es im Endeffekt auch egal, ob du deine 1,30€ zu Bäcker 1, der Teiglinge aus der Großbäckerei aufbackt oder zu Bäcker 2, der die gleichen oder leicht andere Teiglinge aufbackt, trägst.
Das ist doch genau das was die Großkapitalisten einem seit Jahren einreden, während auf der Seite der Industrie nichts getan wird um eine bessere Welt zu ermöglichen.
Wenn das Geld vom Job nicht reicht muss man eben abwägen ob man für einmal Brötchen vom Bäcker die Brötchen von drei bis vier weiteren Tagen aufgeben möchte.
Ist wahrscheinlich ne dumme Frage weil ich keinen Peil hab wie sowas funktioniert, aber die vorigen Besitzer dieser Kette mussten dem Verkauf wohl zustimmen, oder nicht?
Die Frage ist, wie die Anteile am Unternehmen gehandhabt werden: bei einer börsennotierten Aktiengesellschaft zum Beispiel werden die Anteile frei an der Börse gehandelt und du kannst dir theoretisch deine Mehrheit einfach so kaufen. So kommt es zb zu diesen sog. ‘feindlichen Übernahmen’.
Bei solchen kleineren Unternehmen zb in Familienhand sind die Anteile vertraglich klar untereinander verteilt und nicht einfach kaufbar. Oft ist auch geregelt, wie Verkauf und Vererbung der Anteile gehandhabt werden soll, damit gerade keiner gegen den Willen der Eigner von außen reinkommen kann.
Ja.
Ich kenne Eifler, jedes mal wenn ich da rein gehe kommt mir so ein merkwürdiger Chemie-Duft entgegen. Das ist alles nur Fertigbackmischung aus China. Die haben eine Großbäckerei am Stadtrand, da fahren immer weiße LKWs rein ohne Beschriftung oder irgendeinen Hinweis darauf was darin ist.













