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“Insofern lässt sich generell feststellen, dass sich die Ungleichheit der Bildungschancen in Deutschland über die drei Jahre weiter verfestigt hat”, heißt es in der Studie. Diesmal legten die Wissenschaftler aber besonderes Augenmerk auf den sogenannten Gendergap, also Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Der Rückstand von Jungen bei der Schulbildung ziehe sich durch alle sozialen Schichten, erklärte Ifo-Forscherin Vera Freundl. Er verstärke sich im Verlauf der Schulzeit und betrage im Alter von 16 bis 18 Jahren sogar 9,6 Prozentpunkte.
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Man ist versucht, aus feministischen Gründen zu sagen “ist doch gut, dass die Frauen/Mädchen mal einen Vorteil haben”, aber viele dieser Jungen, die sich in der Schule schwer tun, sind/werden ja gesellschaftlich abgehängt (spätestens, wenn sie auf eine der wirklich grottigen Hauptschulen kommen) und das mündet oft in eher antifeministischen Einstellungen.
Ein Nachteil für Andere ist kein Vorteil für Dich, auch wenn Politiker das immer wieder gerne so verkaufen.
Ich bin ein Mann.
Und was hat das damit zu tun, dass Einzelnen Nachteile für Andere als Vorteil für sie selbst verkauft werden?
Ich nehme mal an, er bezog sich auf dein “für dich”
Wann ist ein Mann ein Mann?
Wenn er sich ehrlich als solcher identifiziert, würde ich sagen.
Das ist doch auch ein recht merkwürdiger Feminismusbegriff. Wenn es nicht um Gleichstellung und Emanzipation unabhängig vom Geschlecht geht, isses doch am Ende auch nicht die Lösung der Probleme. Heißt konkret zwar natürlich deutlich mehr Fokus auf die Belange von Frauen und Diversen, weil dort die Missstände am krassesten sind (Femizide, Altersarmut, § 218 StGB, Rollenbilder…); aber das sollte doch nicht dazu führen, dass man es begrüßt, wenn auch mal zur Abwechslung Männer unter dem Patriachat leiden?
Gute, auf die individuelle Bedürfnislage angepasste Bildung sollte es schlussendlich für alle geben, weil jeder Mensch das verdient; nicht, weil die abgehängten Jungs sonst zu Antifeministen werden.
Ehrlich gesagt, finde ich deinen Take hier etwas daneben. Wir reden hier über maximal Viertklässler, bei denen es anscheinend irgendeine systematische Benachteiligung gibt. Das Schulsystem scheint die Jungs nicht so gut abzuholen wie die Mädels oder sie gar zu diskriminieren und ihnen für das spätere Leben dann klare Nachteile aufzuerlegen.
Wir reden hier über Zehnjährige. Von denen hat keiner irgendwie vom vielbeschworenen Patriarchat auch nur ansatzweise “profitiert”. Auch die Elterngeneration ist in völliger rechtlicher Gleichstellung aufgewachsen. Diese gerne immer wieder zitierten harten Diskriminierungen von Frauen gibt es zum Glück seit Jahrzehnten nicht mehr. Von daher ist es jetzt irgendwie extrem problematisch, dann jetzt einen Kommentar zu posten, dass Zehnjährige aufgrund von ihrem Geschlecht benachteiligt werden sollten, nur um Benachteiligungen anderer aus länger zurückliegenden Jahrzehnten wieder auszugleichen. Die können einfach nichts dafür, weil sie damals schlicht und einfach noch nicht geboren waren.
Und etwas fundamentaler: es ist kein Wunder, wenn antifeministische Positionen unter jungen Männern Zustimmung gewinnen, wenn diese feministischen Positionen darin bestehen, dass die schulische Diskriminierung zehnjähriger Jungs gut geheißen wird.
Ich glaube, das mit dem Patriarchat solltest du dir nochmal in Ruhe angucken, Katherina. Unser Sohn wird bald 2 und von Fremden unterschiedlich behandelt, je nachdem ob er was Blaues oder Pinkes anhat. Wenn er 10 ist, wird er das ganze Männlichkeitsgedöns sowas von intus haben, kannst du dir nicht ausdenken.
Aber rechtfertigt das eine schulische Ungleichbehandlung? Er ist immer noch ein Kind.
Und ich weiß, dass es immer wieder gerne behauptet wird, dass Männer im Patriarchat gigantische Vorteile haben und damit eine Benachteiligung wie eine Frauenquote in bestimmten Bereichen gerechtfertigt ist. Ich kann es aber jetzt wirklich nicht sehen, wie das für kleine Kinder gelten soll. Das ist selbst schon bei den vielbeschworenen älteren weißen Männern etwas problematisch, aber bei Kindern einfach völlig daneben.
Ich wollte weder irgendwas rechtfertigen noch für oder gegen Geschlechtervorteile argumentieren, sondern schlicht darauf hinweisen, dass Frauen und Männer von klein auf unterschiedlich behandelt werden, und dann später eben auch unterschiedlich handeln. Dieser Prozess ist m.E. ein wesentlicher Zug des Patriarchats.
Von welchem Take redest du? Du klingst, als würdest du nicht wollen, das Jungen abgehängt werden, und das ist genau das, was ich in meinem Kommentar geschrieben habe.
Dieser hier:
Ist man das? Seit Jahren ist das ein bekanntes Problem, Jungs werden zunehmend abgehängt und unterfördert. Feminismus gut und schön aber spezifisch in Fragen welche das Wohlergehen von Kindern betreffen, würde ich doch hoffen dass die Verantwortlichen sich um das Wohlergehen aller Kinder, abseits von ideologischen Strömungen, sorgen.
Volle Zustimmung! Es wäre auch schön, wenn man das nicht damit begründen müsste mit “wenn wir uns nicht auch um Jungen kümmern ist das hinterher schlecht für Frauen.”