In Marzahn-Hellersdorf leben sie nah beieinander: Mitglieder von “Der Dritte Weg” und der rechtsextremen Gruppe “Deutsche Jugend voran”. Ihre Präsenz im Bezirk ist spürbar - in Form von Bedrohung, Einschüchterung und Gewalt.

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    1 month ago

    Anne Schönfeld vermutet, es gehe den Rechtsextremen langfristig nicht allein um Gewalt, sondern um Raum. Darum, ihn zu vereinnahmen, andere zu vertreiben - “durch Einschüchterung, durch Provokation, durch das Gefühl, dass jederzeit mehr passieren könnte.” Auch deshalb klebten massenhaft Sticker des Dritten Wegs in Hellersdorf an Laternenmasten, Stromkästen, an Hauseingängen, in der Nähe von Jugendeinrichtungen und auf Schultoiletten.

    Das ist der Knackpunkt. Deswegen ist es wichtig, Sticker zu platzieren, auf Demos zu gehen, sich zu organisieren, Präsenz zu zeigen.

    Wer den öffentlichen Raum beherrscht, bestimmt, was als “normal” gesehen wird und damit was akzeptiert wird, und was nicht.